Bayern und die Bahnhöfe

Jede Sekunde hält ein Zug an einem Bahnhof im Freistaat – rechnerisch jedenfalls und ausgenommen die Nachtruhe. In Summe 22,6 Millionen Mal im Jahr. Bayern hat ein sehr dichtes Bahnhofsnetz. Mehr als 1.000 Stationen werden im Personenverkehr bedient. In den letzten Jahren sind ständig neue hinzugekommen.

Seit 1996 konnten rund 70 neue Stationen für den Schienenpersonennahverkehr eröffnet oder wiedereröffnet werden. Darunter Halte wie die S-Bahn-Station München-Hirschgarten und der Regionalzughalt Ingolstadt Audi sowie kleinere Stationen wie Mering-St Afra, Coburg-Beiersdorf oder Würzburg-Heidingsfeld Ost.

Im Zusammenhang mit der sukzessiven Entwicklung unserer Bahnhöfe zu Zukunftsbahnhöfen (mehr dazu hier), wurde unter anderem der Bahnhof Ansbach ganzheitlich entwickelt und gestaltet (siehe Foto oben). So wurden zum Beispiel in der Wartehalle moderne Sitzgelegenheiten installiert und ein neues Farb- und Lichtkonzept angewandt. Noch dazu wurde ein Aufenthaltsbereich im Außenraum geschaffen mit farbenfroher Bepflanzung und modernen Sitzmöbeln.

In Zwiesel wurde das Empfangsgebäude kernsaniert und erhielt eine einladende und komfortable Wartehalle. Der S-Bahnhof München-Lochhausen glänzt durch eine in Grüntönen geflieste Personenunterführung, eine neu gestaltete Bäcker-Ladenfront und eine moderne Außenfassade mit hochwertigen Fliesen. Der Bahnhof Heigenbrücken zeichnet sich durch eine Rampe und eine Personenunterführung aus, die mit Baum- und Tiermotiven neugestaltet wurden und die Naturregion Spessart aufgreifen.

Barrierefreier Ausbau

Knapp 550 der bayerischen Verkehrsstationen sind komplett barrierefrei ausgebaut. Damit können bereits über 80 Prozent der Bahn-Fahrgäste in Bayern barrierefrei reisen. Jedes Jahr werden mehrere Stationen barrierefrei ausgebaut, indem sie durch Aufzüge oder Rampen sowie taktile Wegeleitung an den öffentlichen Bereich angebunden werden. Diese Verkehrsstationen erhalten neue Bahnsteige inklusive moderner Ausstattung und Fahrgastinformationssysteme der neuesten Generation.

2025 waren unter anderem die Bahnhöfe in Iphofen, Bad Staffelstein und Freilassing an der Reihe (siehe Fotos unten) Zu Beginn des Jahres 2026 folgten die Bahnhöfe in Dillingen, Marktoberdorf und Zirndorf. Im Lauf des Jahres sollen unter anderem die Bahnhöfe Parsberg, Abensberg, Oberstdorf und Gemünden am Main ebenfalls barrierefrei ausgebaut werden.

Überall dort, wo noch Modernisierungsbedarf bei Bahnsteigen, Bahnsteigausstattung (wie Wartebereichen) sowie Barrierefreiheit besteht, sorgen fortlaufende Erneuerungen dafür, dass der Alltag der Fahrgäste in Bayern spürbar leichter und angenehmer wird.